WO BIN ICH GERADE?

Wieder daheim in Dresden!

Mittwoch, 27. Juli 2011

Tofino und Drumherum

What happend in the past few days? Da bin ich wieder…mit ein paar mehr Geschichten und Story’s im Ärmel, einer Begegnung mit einem Bären, den ersten Skateboardfahrversuchen, weiterem Wellenreiten und natürlich eine handbreit Arbeit unterm Kiel. Aber nur ne handbreit. ;)

Nanaimo war Geschichte und Tofino stand in den Startlöchern. Ich hatte Alfred (meinen neuen Wwoof-Host) einen Tag vorher erreicht und bin dann gleich rüber gefahren. Nun denkt man sicher schon: „Naja, ist ja nur ne Insel, da ist man ja schnell auf der anderen Seite.“ Weit verfehlt! Wie in den `Interesting facts` beschrieben ist Vancouver Island 450km lang und an manchen Stellen 150km breit, wer da an kurze Wege über die Insel denkt, hat weit verfehlt (nebenbei: Vancouver Island ist 1000km² größer als Belgien!^). Also ging‘s von Nanaimo nach Tofino auf große Fahrt - mit dem Bus natürlich. 4,5h Busfahrt, einen Stop und einen Walk über 1,5 km mit 20kg Gepäck später, kam ich 21:30 Uhr bei `Fredi` auf dem Grundstück an. Er war ganz überrascht, dass ich noch kam, da er nicht erwartet hatte, dass der Bus noch so spät fährt – dabei war ich ja 17Uhr losgefahren ;) Kurz grundlegende Arbeitsbedingungen geklärt, meinen Wohnwagen in Beschlag genommen und ab in die Kiste. Früh gab‘s dann 8Uhr Frühstück, 9Uhr Arbeitsbeginn…das bis 12Uhr, eine Stunde Mittag, weitere 3 Stunden Arbeit. Also 6 h Arbeit für Unterkunft und Essen – und waaas für welches! Fredi besitzt ein kleines Boot, mit dem er fast jeden Tag im Sommer rausfährt, um Lachs und auch Krebse einzuholen. Demnach gab‘s jeden Tag: Fisch, Fleisch, Krebs oder Fischeier. Alles der absolute Wahnsinn!! Er verstand es die ganzen Leckereien gut zu würzen und so kochten wir immer ein herrliches Mittag- und Abendessen.

Zu Arbeiten gab‘s in der Hauptsache erstmal Unkraut aus der Einfahrt und drumherum rausreißen. Klingt schlimmer als es ist – es waren ja nur 6 h am Tag und zwischendurch gab‘s immer irgendwas rumzuräumen. Weiter ging‘s mit Heckenverschnitt, Holzhacken und Metall in der Wiese suchen J. Nach 3 Tagen bekam Fredi jedoch einen Anruf und wurde zu seinem Hauptjob abbeordert (Muscheltauchen an der Ostküste). So musste er los, schloss seine Wohnung ab und besorgte mir noch vorher alle Annehmlichkeiten, um im Motorhome noch einige Tage gut auszukommen. Für die Zeit, für die er weg ist, gibt’s ne Arbeitsliste und ich arbeite nunmehr nur noch 3 h für Unterkunft, da ich mich um die Verpflegung selbst kümmern werde. Die Entscheidung noch ein paar Tage zu bleiben ist dann irgendwann gefallen, da ich noch nicht dazu gekommen bin, zu surfen und zu den nahe gelegenen `Hot Springs` (Heiße Quellen^^) zu fahren. Fredi wird bis zu 10 Tage weg sein, so dass ich bis zu meinem Abgang hier “unbeobachtet“ verweilen werde. So ganz allein bin ich dann jedoch doch nicht: auf dem Gelände sind 5 Einliegerwohnungen, so dass man jede halbe Stunde jemandem über den Weg läuft…und wenn’s der Bär ist :D
Jaaa, wir haben einen Bären im Garten :)…aber das in den nächsten News.

Byeee

Donnerstag, 21. Juli 2011

MARTIN du bist ein GLÜCKSPILZ!

Wie immer habe ich ein klein wenig auf den Zufall und das Glück gehofft, was mir schon so oft über den Weg gelaufen war :D
Ich hatte gestern mit einigen Farmen telefoniert (nette Personifizierung ;) ), daraus hatte sich jedoch nur ein dringender Rückruf meinerseits am heutigen - euerem vergangenen - Morgen ergeben. Die Farm des Rückrufes xD hatte ich dann nicht erreicht und so kam mir das Gespräch mit einer Dame im Bus in den Sinn. Sie meinte: "Don't miss Tofino. That's the beautiest place on the island!" Okay! Nun kramte ich noch schnell die Adressen der Wwoofing-Farmen in Tofino raus (sind nur zwei) und rief den Kerl an, der angab Deutsch-Kanadier zu sein, einen Schweißershop, ein Bed&Breakfast, Hasen und Garten zu haben und der täglich zum Fischen rausfährt. Gesagt, getan! Freundlicher Typ, der mich sogleich zu sich rüber nach Tofino einlud. Nen spezifischen Job für mich hat er noch nicht im Kopf, meinte aber, dass ich erstmal bei ihm schlafen könne und er über eine Beschäftigung nachdenkt. Wenn nicht bei ihm, dann bei einem seiner Kollegen oder Freunde. Geil: Werkstatt, Fischen, STRAND, SURFEN, WANDERN, HOT SPRINGS...soo crazy!!! :DDD Das Glück war mir hold und nun gehts ab naaaaach TOFINO!!!
Bilder folgen aus dem Paradies, sobald ich welche geschossen hab!!!!!!!!!!!!!!

Bis dahin,
euer überaus glücklicher Martin aus noch-Nanaimo

Dienstag, 19. Juli 2011

Jobsuche auf Farmen


Mein Plan: Da ich dann doch nach nem Job suche und nicht in der Stadt arbeiten will, hatte ich mich dann doch entschlossen, mich zum Wwoofing Programm anzumelden. D.h. arbeiten auf Farmen, in privaten Gärten, auf Fischfarmen oder auf einer Pferderanch - für 5-6 Stunden am Tag und man hat sein Bett und was zwischen die Kauleisten (was ja wie immer die Hauptsache ist) ;). So ist’s zwar nicht schwer, etwas zu finden, was einem gefallen könnte, meist sind aber genau diese Farmen weit weg, von jedwedem oeffentlichen Nahverkehr. Deshalb stellt sich dann die Frage: Was ist nah, was kann ich erreichen und welche Farm gefällt mir dann auch noch von der Art der Arbeit her. Schwer zu sagen, also fahr ich gerade dann doch erstmal nach Nanaimo, um dort eine Nacht zu bleiben und weitere Farmen im Umland zu betelefonieren. *_*

The Trip to Victoria and going further...

Piér, der Zimmergenosse der in der Nacht zuvor noch vor dem Zimmer stand, als die Tür ihrem Ende entgegensah, saßen zusammen im benachbarten Café zum 'canadian breakfast' (Kaffee (braucht´ ich damals noch, um den geringfügig vorhandenen Jetlag zu verjagen), Spiegeleier, hart-gebratene Wiener & in fettgedrehte Kartoffelstückchen). Na jedenfalls saßen wir nun da (^), bei ordentlich Regen und einer frischen Priese. Da bleiben wollten wir nicht (siehe Vancouverbericht) und gehen..naja..gerade in die Berge oder rüber auf Vancouver Island…bei dem Sauwetter!? Naja, drauf geschie**en und ab dafür!.
Piér wollte nach Victoria (größere Stadt im äußersten Süden der Insel) und danach nach Tofino – die ´Surferhauptstadt´ der Insel. Dann geh ich halt mal mit…auf die Insel wollt ich sowie so, aber wie und wohin: keine Ahnung. So machten wir das zusammen, so macht‘s ja auch mehr Spaß, ne?!
Fähre (Umgebung der Vorinseln von Vancouver Island sind wirklich sehr ähnlich, derer zwischen Nord- und Südinsel von Neuseeland), Bus, Victoria! Das war uns auf jeden Fall viel sympathischer…wobei sich herausstellte, dass es zwar hier sehr schön ist, aber trotzdem fast jeder zweite Passant einen an der Klatsche hat. ;) Bettler, Obdachlose, Leute die gerade aus der Klappsmühle entlassen wurden…aber sonst ist die Stadt schon schön. Hafen, Schloss, Gebäude im britischen Stil, schickes Hostel. Drei Nächte war ich im Oceans Island auf der Pender Street. War alles super sauber, die Küche geräumig und gut ausgestattet, als ich einen Standmixer entdeckt hatte, gabs natürlich erstmal nen saftigen Obstshake :)Die Preise waren weitestgehend dieselben, wobei ich nicht glaube, dass sich daran noch irgendetwas ändert. Piér verließ mich dann nach zwei Nächten nach Tofino per Anhalter. Nach langem Ringen mit mir selbst und der Frage, wo es als nächstes hingehen soll, und dem schließen einer neuen Bekanntschaft (diesmal weiblich) blieb ich noch zwei Nächte und schaute mir die Stadt und ihre Umgebung ein wenig genauer an. Nach zwei Tagen und Nächten mit Rachel ging’s dann wieder getrennter Wege – ich nach Nanaimo, sie Richtung Vancouver.
Derzeit hoffe ich auf einen Job hier auf Vancouver Island auf einer Farm - wwoofmäßig.

Fun in Vancouver


Njam njam njam, da bin ich wieder ;D Hat ein bisschen gedauert, seit meiner letzten treffenden Meldung aus Vancouver! Die drei Nächte hatte ich also gut verbracht – naja, was heißt gut!? Gerade in der letzten Nacht, kam der SUPERGAU (ohne atomaren Schnickschnack, aber dafür mit viel Spänen) kurz vorm schlafen gehen…ich war gerade dabei in Richtung Bett zu denken und mir ein kühles Wässerchen zu holen, da kam es zur Katastrophe^^. Piér, mein späterer Reisegenosse, war vor kurzem aus unserem Zimmer gegangen, hatte nicht abgeschlossen und auch der Tür sonst nichts Ungewöhnliches angetan. Kurzum: die Tür war trotzdem verriegelt und es war kein Rauskommen mehr. Der Kollege mit mir im Zimmer (Quebec’ianer) und ich feixten uns die ganze Zeit kaputt, als wir nach und nach verschiedene Werkzeuge, allá Improvisation durch’s Fenster geworfen bekamen. Wir wussten einfach, da die uns da irgendwie wieder rausbekommen. Ein Küchenmesser, einige Schraubenzieher und heftiges Würschen an den nicht mehr vorhandenen Türknäufen später, musste dann doch die Tür dem Brecheisen weichen und wir bekamen ein neues Zimmer…Checkout time am nächsten Morgen, war dann verständlicherweise zwei Stunden später :D
*pics may follow

Freitag, 15. Juli 2011

Der erste Schritt und das davor...

...und schwuppsdiiwupps, die Tage vergehen, und so richtig, hab ich es noch nicht geschafft zu berichten. Die Ereignisse überschlagen sich und deshalb mal ganz kurz:
Flug: gut, 30jähriger Lokführernachbar gehabt, ununterbrochen gequasselt, nur eine Hauptmahlzeit in 10Std gehabt (und das geht ja mal überhaupt nicht!), abartigst dick verschneite Berggipfel der Rocky Mountains aus der Flugzeugsitzmittelreihe erspäht, Flieger gut runtergekommen. :)
Fahrt zum Hostel: Das Hostel wurde im Vorhinein gebucht, der Weg vom Flughafen zum Hostel rausgesucht, noch schnell Geld im Flughafen zu nem schlechten Kurs gewechselt und ab gings auf die Skytrain. Die Skytrain kreuzt durch ganz Vancouver und ist so eine Art U-Bahn. Mal ober- mal unterirdisch fährt sie vorbei am ehemaligen Olympia-Dorf und verbindet die wichtigsten Teile Vancouvers miteinander und ist dabei komplett führer- und fahrerlos. Angekommen in Downtown Vancouver waren es noch 10 min zum Hostel...auf denen ich, was soll ich sagen, mitten auf einem riesigen Restaurantparkplatz unter der einzigsten Laterne ein Chevrolet Camaro entdeckte, in originaler Farbe, mit echtem Hauch von Transformers...Uiiiiiii ;)

Die nächsten Tage: Ein Glück gab es vom Hostel teilgesponsertes Breakfast, so dass ich mir das big breakfast leisten konnte :D Danach versuchte ich mir erstmal Zugang einem Supermarkt zu verschaffen und die nähere Umgebung zu erkunden. Bisschen Jetlag und Schlafnot war ebenfalls noch haften geblieben, sodass es mir dann auch nicht allzu schwer viel, den Tag seiner Existenz zu würdigen ;)
Was mir in der Zeit in Vancouver auffiel!?: Ami-Schlitten so weit das Auge reicht, von alt bis neu, von europäisch angehaucht (allá VW-viele Sonderausführungen, Audi, Mercedes, BMW) bis zu tiefst amerikanisch-breit. Aber nur keine normalen Vehikel! Laster, Abschlepper, Trucks und die aus allen Gangster- und Kidnappingfilmen bekannten Chevi Vans (siehe Bild). Was einem besonders auffällt: die Tendenz geht eher in Richtung groß, edel, teuer...so braucht man sich nicht wundern, wenn alle 20 min ein Mustang 300 oder 500 an einem vorbei rollt, bester Ausstattung und Zustand...da dreht sich niemand mehr um, neeeiiin, das ist ganz noormal. Da kommt man sich eigentlich auch ein wenig komisch vor, wenn man dann doch mal die Kamera zückt und das ein oder andere Mal abdrückt. ;) Genauso angepasst, wie die Art der Auto's an das Portemonnaie der Fahrer, sind es auch die Lebensmittelpreise an die finanzielle Situation der Essenden. Die Preise in den Supermärkten erreichen teilweise das anderthalb- bis zweifache der Lebensmittelpreise in Deutschland, wobei hier noch die LM-Steuern drauf geschlagen werden!^^ Aufgrund dieser Tatsache, passiert es, dass man aller gefühlter 10 Meter einen Obdachlosen kreuzt (mit oder ohne Wagen, Tüte, Flaschen im Korb, grimigen Gesicht oder ohne...), dass es Junkies mit ihren Hunden auf der Straße gibt, Menschen die im Müll wühlen und welche die nach Geld fragen. Krass, einfach heftig! D
Und das ist eine der modernsten Städte der Welt....
Alles in allem, fühlt man sich aber keineswegs unsicher. Da gibts halt ein paar mehr Security-Männer und eine Hand voll Gespür für merkwürdige Situationen. Das Gute: es ist nie jemand aufdringlich geworden. Auffallen!?: Nicht in Vancouver! Hier sieht keiner zu komisch oder verrückt aus und bedarf der Blicke eines anderen. Ein stark zusammengewürfeltes Volk. Viele Asiaten, Teilasiaten ;) und natürlich europäisch anmutende menschliche Individuen. Zu dem gerade beschriebenen kam noch Autolärm, ein bisschen zu viel Hang zum Alkohol in Pubs zu jedem Wochentag und möglicher Tageszeit (gaaanz typisch für England (besser GB) und deren in der Welt durch etwaige Kolonien verbreiteten Traditionen) und ein bisschen zu viel Stadtfeeling...aber das ist wie in jeder Großstadt unsere Erde - für die wenigsten, das was sie suchen. NEXT STAGE: I moved, we moved, we found another nicer place to stay...I'll tell you the very next time! Bis dahin...
Euer Martin (still alive)

Donnerstag, 14. Juli 2011

Das Vorwort.

Sooo, wo soll ich anfangen!?  Hallo erstmal! Willkommen auf meinem zweiten Blog, meinem zweiten Auslandsabenteuer und herzlich willkommen auf einem neuen Kontinent! :D

Viele wussten es, manche noch nicht, doch jetzt wissen es alle...ich bin wieder auf'n Trip ;) Die Entscheidung für Kanada fiel mir nicht so leicht, wie es vielleicht rüber kam. Natürlich mache ich mir vielleicht weniger Gedanken als andere, die es als arg riskant ansehen, schon wieder allein um die halbe Welt zu düsen und dann auch noch dort hin, wo es so gefährliches Getier gibt...aber das hatten ja wir schon :) Ok, was stand für Kanada?: Bären, Wölfe, unendliche Wälder, fantastische Natur? Neeiin! Daheim war es schwer einen Job für so kurze Zeit zu bekommen (achja, ich studier ab September wieder, ja jaa) und wenns dann ein Angebot gab, dann war es ein Kellnerjob, den ich sicher auch woanders machen kann - dafür brauch ich nicht daheim bleiben ;) Nein, mal im Ernst: Ich wollte vor dem nächsten (^) Studium noch mal raus, etwas anderes sehen und ja, vielleicht auch dem ein oder anderen Grisly begegnen ...werden sehen, was sich machen lässt...