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Wieder daheim in Dresden!

Freitag, 26. August 2011

Die Ranch zum Geburtstag :)


Ich bin gerade in der glücklichen Position, mein Glas zwei Mal erheben zu dürfen. Das erste Mal geschah es für die Mitteleuropäische Zeit [die Zeit, der ich gerade beiwohne :-) ]. Der wirkliche Fun kommt zu der Zeit, wenn in Kanada - British Columbia Freitag wird…Die Partygetränke sind ready being hit, Freunde sind eingeladen und der Feuerplatz inspiziert… Nach langem Hin und Her, dürfen wir nun doch auf dem Ranchgelände unser Lagerfeuer zünden und einige Freunde um uns scharen. Das wird auf jeden Fall sehr erinnerungswürdig. :D Bilder vllt später…vorausgesetzt, die Kamera kann zu einigen Momenten des Abends still gehalten werden. ;)

Die vergangenen 20 Tage hatten es eigentlich so gesehen in sich! Die meisten Tage zu Beginn, zog ich nun allein in den Busch zur Zaunreparatur. Die meiste Zeit hatte ich good company: 2 Hunde (Chill & Jackson), die mich vor Bären und anderen waldtechnischen Ungereimtheiten fernhielten. Werkzeug: Multitoolzange, Draht zum anbringen von Dummies (Zaunslatten zwischen den richtigen Zaunspfählen ), ne ordentliche Säge zum Bäume fällen und son komisches Drahtziehding mit dem man Stracheldraht (sollte er lose zwischen den Pfosten hängen) die Hammelbeine lang zieht. ;)  Gut ausgerüstet zog es mich nun ca. 5 Tage in den Wald, ca. 15 min zu Fuß vom Haus entfernt.


Grundlegend hatten wir über die letzten 2 Wochen super Sommerwetter (30 °C, Sonne und kaum ein Lüftchen). Nach 2 Tagen Zaunbau, begann ich mich früh morgens fertig zu machen, wunderte mich über die komisch-dunklen Wolken am Himmel und zog los. Nach 20 min Arbeit am Zaun, begann es stark zu regnen, sodass ich mich mit den Hunden in den Busch zurück zog und die ganze Sache abwartete. Ich drehte die Musik am Lautsprecher auf, aß nen Snack und wartete…nach 45 min. Dauerregen tropfte es langsam durch die Bäume hindurch und meine Zuflucht wurde so langsam ebenfalls unbequem und so beschloss ich, zurück zu stapfen. Nach völlig durchgeweichten Wiesen und Schlammpfützen, kam ich dann, durch bis auf die Haut, aber irgendwie erwacht und total untouched von den Ereignissen, an der Ranch an. Paul said: „The next time you gonna take the quad.“  Thanks. :)

Die restliche Zeit half ich in der Bäckerei mit Tellerwaschen (was wirklich nen fetziger Job ist, wenn man ihn für ein paar Stunden am Tag ausführt…)…das ist immer lustig. Die Kollegen sind verdammt gut drauf, es gibt’s einige weibliche Angestellte in meinem Alter und Lunch is for free and veeery good!

Der Sohn der Molnars Ben pflegt zwischen 9 und 10 aufzustehen, sich sein Frühstück reinzupfeifen und dann mit einem vorhandenen Vehikel nach Merritt zu fahren (Fahrrad oder Auto, wenn vorhanden; 30 km Strecke auf der Landstraße…hier Highway genannt, aber nicht breiter als 2 Spuren und grundlegend wenig befahren). Ben macht keine Pläne, er fährt einfach los und schaut dann was ‘in town‘ geht ;) In einer solch kleinen Stadt kennt eigentlich fast jeder jeden und so ist es auch nicht verwunderlich, dass er eigentlich nen Haufen Leute in seinem Alter kennt und so auch die volle Auswahl an Aktivitäten und auch einige Möglichkeiten hat, um nach einer erfolgreich durchzechten Nacht sich in irgendeinem Haus nieder zu lassen (erprobt!). Aktivitäten: Baden im Nicola lake, Basketball auf einem völlig überhitzten Sportplatz (American style), Skateboarden, Videogames oder einfach mal abhängen und Chillen. Achja, da ist ja noch das gelegentliche Waldweggefahre mit dem eher sportlichen PKW seiner Mom: Bodenschläge, Drifts…aber die Typen hier sind echt super okay, leben nur ein wenig einen anderen Lebensstil als wir back in good old Germany. ;) .. aber alles sicher und ohne Risiko so weit..
 
Ein weiterer Job auf der Ranch ist schon seit Tagen, rings um den Stall eine Steinumsäumung zu zementieren, um das vom Dach herunter laufende Wasser von der Stallwand fern zu halten. Klingt nicht sehr spannend, macht aber eigentlich richtig viel Spaß: Steine mit dem Quad hinterm Stahl holen, Zement mischen und dann die Steine in die richtige Position zu einer Mauer formen. Bilder folgen…Kleine Jobs sind: immer genug Wasser für die Pferde bereit zu halten, den Hühnern die Eier zu stehlen, zu waschen & abzupacken… Rasen mähen ist auch so eine immer wiederkehrende Beschäftigung ;)

Sonntagmorgens pflegt der Hausherr (welcher ist Paul; 55 Jahre…aber noch nen knackiger Kerl) die Pferde der Ranch auszureiten. Für die Hausrunde braucht man ca. 3 Stunden und da es sich besser in Gesellschaft reiten lässt, durfte ich mit. :-) Up and down, über Stock und über Stein und auch mal zu Fuß und des Pferdes führend…gerade letztes Wochenende sind wir mit den Pferden im Anhänger zu einem guten Freund von Paul, den Highway runter gefahren und hatten einen echt super schönen Trip mit anschließendem kleinen Snack (auch Mittag genannt ) bei Chris daheim auf seiner kleinen Ranch.

Da Ben oft mit seiner Freundin unterwegs ist und ich irgendwie dazu gehöre, waren wir vor ein paar Tagen an einem nahegelegenen See im Hinterland Angeln. Jenna hatte als Einzige Glück und so zog sie einen 60cm langen Lachs aus dem See. Ben meinte, „da seien noch sooo viele mehr drin.“ Ich wurf dann, aufgrund von einbrechender Dunkelheit, als Letzter die Angel…..
Soooo…ist also immer was los und langweilig wird’s niemalss...

Ich bemühe mich, so schnell als nur möglich (aber sicher erst nach den morgigen Feierlichkeiten), die aktuellen Bilder dem Blog zuzuführen.

Ich bleibe in Erinnerung … ;) 


Euer Martin aus ‘nahe‘ Merritt

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